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zu einer fuerchterlich ungewohnten zeit steh ich auf, schuett nen kaffee runter und wickel mich in dicke schichten ein um den hier ungewoehlichen unter-null-temperaturen trotzen zu koennen. meine erste individuell geplante busreise steht bevor von edinburgh gerade hoch nach inverness, hauptstadt der higlands, und von da aus strickt links immer an loch ness entlang auf die isle of skye, der derzeitigen residenz von tante und familie, die hier gaelisch lernen. es ist kalt aber die sonne scheint und mein blick auf die einoede der highlands wird durch goldenes licht zum imposanten landschaftsschauspiel. mit der zeit werden es immer weniger menschen und immer mehr schafe, schafe, schafe. und ein paar langhaarige kuehe. und alles sieht gleich aus und ich penn alle zwei minuten ein und halte den rest vom bus wahrscheinlich mit gelegentlichem schnarchen wach.
nach acht stunden bin ich dann endlich da, und die straszenschilder zeigen einem schon, dass hier die gaelische sprache noch am leben ist. es ist dunkel und der versprochene regen fehlt, und bleibt auch die naechsten drei tage aus. hier gibt es wahrscheinlich am wenigsten menschen und am meisten schafe.
meine tante holt mich ab und im radio laeuft ein gaelischer sender. als begrueszung in der huette, in der die hier wohnen, gibts wein und lecker suppe. danach werde ich mit geschleppt zu einem ceilidh, einer schottischen folk-musik- und tanzveranstaltung. ich weigere mich zu tanzen und zum wein gesellt sich immer mehr bier und irgendwann auch whiskey, bis ich gefaehrlich schwanke, wahrscheinlich im rhytmus. die veranstaltung ist erstaunlich international mit einem kanadier, einer belgierin, einer amerikanerin und noch einem berliner, die hier alle gaelisch lernen. schoen wars, und interessant zu sehen wie "laendliche kultur" auch aussehen kann. die getraenke, die selbst mitgebracht werden mussten, wurden auf nen tisch gestellt und geteilt, der in der tombola gewonnene whiskey in plastikbechern verteilt (verhaengnisvoll fuer mich) und das alter war sehr gemischt und die leute sehr freundlich und offen, so dass auch ich mal auf gaelisch angesprochen wurde und anstoszen musste. uebrigens scheint hier das handwerk des bierflaschen-mit-dem-feuerzeug-oeffnens nicht verbreitet zu sein, wodurch ich bewundernde blicke auf mich ziehen konnte. das liegt wohl am bier in dosen.
die naechsten zwei tage gabs dann einen schlimmen kater und meer und watt und huegel (und berge von weitem). einsiedlerkrebse, moewen, graureiher, kormorane, enten, krabben, einsiedlerkrebse , muscheln, seeannemonen, vielleicht einen adler, auf jeden fall bussarde, ein pferd, highlandrinder, eine katze, ein huhn auf dem baum und ein paar schottische kraehen die eigentlich genauso sind wie alle anderen kraehen nur ein anderes gefieder haben. und schafe natuerlich. erzaehlt wird mir von einem mink, einem "basking shark" (ich glaube riesen-hai), einem otter und vielen seehunden.
am montag hiesz es dann wieder goodbye und stundenlange busfahrt nach haus. zwischenstopp in inverness und ein paar stunden aufenthalt, was sich aber nicht wirklich gelohnt hat weil das zum angucken so spannend is wie giessen.

mittlerweile hab ich hier meine arbeit niedergelegt und mein abschied wurde mit einem "old jock", einem lokalen bier, gefeiert, nette worte wurden getauscht und dann haende geschuettelt. eigentlich wars ja schon sehr schoen da.
danach wurde ich allerding von allem abschiedsschmerz abgeklenkt, von einem film, der der beschreibung "most fucked-up film that was ever made" ziemlich gut gerecht wird: thundercrack! ein wirklich abgefahrener psycho-sexploitation-streifen, der eigentlich erst richtig verstoerend wird wenn der gorilla ins spiel kommt.

jetzt freu ich mich auf OI POLLOI! ja, ich krieg diese helden des anarchohippiesiffpunk bei einem heimspiel mit. ich hoffe es lohnt sich.

am diensttag irgendwas vor zwoelf bin ich dan uebrigens wieder zurueck, flughafen hahn/frankfurt.

25.11.05 18:52
 


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