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die phine hat mal fuer ein paar tage reingeschaut, was anlass zu gutem essen und vielen getraenken un auszerdem sehr schoen war.
ausgerechnet als die phine wieder heimgeflogen ist hat sich hier wieder ein abendprogramm angeboten: zuerst hardcore-konzert mit perth express dann punk-disco in der cocteau lounge. perth express ham gar nicht gespielt, deswegen auch nix von halllooo-du-spirchst-ja-auch-deutsch, stattdessen war das ganze angekuendigte line-up zum tatasaechlichen geworden war und the last mile aus hollland und brothers pear cider waren das einzige was mich troesten konnte. lustig waren nur noch die sporty sXe-typen die da rumhingen und deren band, die zuckersueszen melodycore gemacht haben und das wahrscheinlch nicht mal wussten. auf jeden fall waren die s auf ihrem t-shirt >we sold or souls to straight edge< ueberhaupt keine ss-runen ? dann wurde noch von irgendner band den leuten die kochen, den veranstaltern und allen "die dieses konzert moeglich gemacht haben" gedankt ? ach, hardcore!
dann weg vom konzert mit versifften punkies und ab in den clu-clu-club mit schoenen studenten. goulag beat war angesagt, mit punknowaveelektro vom teller in der cocteau lounge mit aquarium und armen fischen. der dancefloor hat mich weniger zum tanzen angelockt, sondern mehr um mich mit leuten zu unterhalten, die ich irgendwoher kannte, die auch nicht getanzt haben, weil ehrlichgesagt niemand getanzt hat. ich habs probiert bei ramones, bei joy division war ich pissen und ansonsten wars ungeil oder ich kannte es nicht. irgendwann hat allerdings ne band gespielt, wo der boy vorne in seinem country-fransen-hemd irgendwie die energie der ersten dreissig jahre rock und roll einschlieszlich 1979 gebuendelt hatte und mit zwei girls an gitarre und schlagzeug, die so gucken wollten wie "alles boring, sucker!!", zu johnny and the entries wurde.
auf dem heimweg hab ich dann noch mit james bekanntschaft geschlossen, der unsere unterhaltung aber kurzzeitig unterbrechen musste um so zwei besoffenen spacken klarzumachen dass sie nicht direkt neben ihn pissen koennen. ihr gegenargument waren zwei zerbrochene bierflaschen, allerdings waren zwei extrem fitte straszenpenner mit ihren hunden eindrucksvoller?also ham sich die spacken verpisst und james hat mich seinem kumpel und den hunden vorgestellt.

gestern hab ich "M - eine Stadt sucht ihren Moerder" von fritz lang gesehen, was wirklich ein super film ist. besonders unter beruecksichtigung dessen, dass das erstens der erste tonfilm von ihm ist und zweitens wenn bedacht wird, wie die geschichte in deutschland nach 1931 weitergegangen ist. auszerdem ein groszartiger peter lorre ("casablanca", "arsen und spitzenhaeubchen") und auch theo lingen ("wir hauen die pauker in die pfanne"-direx), als einziges bekanntes gesicht, ist super. unheimlich guter film und total beschissen, dass ich alleine drin war und mich mit niemandem ueber die unzaehligen details unterhalten kann und auch dass ich es nicht geschafft hab den noch im ideologisch-wertvollen juz-umsonst-kino zu zeigen?


abends dann konzert von special love a.k.a. bumrape und peppermints. trotz strippendem saenger mit hasskappe weisz ich nicht ob ich bumrape okay oder beschissen finden soll. peppermints hingegen groszartig, auch wenn's wahrscheinlich nicht deren beste show war, weil mieses publikum. adressen ausgetauscht und ich hoffe, dass wir freunde werden, wenigstens bei myspace (myspace.com/thepeppermints).
1.11.05 00:52


hier wirds mal wieder zeit fuer die 14-taegige kultur-revue aus der hauptstadt der schottischen bourgeoisie. schlieszlich will ich die drei treuen freunde, die, laut myblog-counter, regelmaeszig meine tagebuchartige website konsultieren nicht ewig warten lassen!

nach einer woche in der mehr oder weniger nix passiert is, auszer dass wir jetzt auch die zweite staffel a-team im haus haben und der fernseher im arsch ist, bin ich jetz mal wieder mehr in die gaenge gekommen.
neben ein bisschen kram fuers fanzine machen und geschenke-fuer-katha suchen gabs zwei super filme und ein ueberraschend gutes "book-launch-event" plus gig vom autor einen tag spaeter.

als erstes gab gabs am motag "harold and maude", der nicht nur einer der lieblingsfilme unserer lieben mutter ist, sondern sich sogar dermaszen gut gucken laeszt, dass einem das cat stevens lied wie ein echter hit vorkommt! wahrscheinlich einer der besseren filme im klasssischen kreisbildstellen-repertoire (hoho!). das einzige was genervt hat war, dass miese, verzogene bild woraus ich ja niemandem einen vorwurf machen will, aber was mich immer nervt (wie hier im hippy-laden forest) ist dieser lari-fari-pseudo-"anarcho"-maeszige hier-kann-sich-ja-jeder-hinsetzen-wie-er-will-scheisz, was immer zu einfach total lieblosen veranstaltungen fuehrt, wo dann kino-(und veranstaltungs)-kultur daraus besteht irgendnen angeblichen kult-film mies an die wand zu "beamen". aber es is umsonst, also geh ich hin?



ganz anders da das filmhouse, wo gestern (nacht) auftakt der kult-film-reihe psychotronic cinema war, die sich zur aufgabe gemacht hat alte, weirdo kult-filme zu zeigen weil es wichtig ist so eine alternative zum momentanen mainstream-kino zu bieten. gestern konnten wir dann die, ueberhaupt erst zweite vorstellung die je in schottland stattgefunden hat (boah!) vom blaxploitation-(was-auch-immer-das-heiszt)-genre-klassiker "the mack" von 1972 sehen. vorher gabs schoen trailer fuer b-filme wie "the thing with two heads" oder "TNT jackson" und auszerdem war extra dafuer im hinteren teil des kino-komplexes ne bar eingerichtet worden, wo es nach dem film alkoholfreie umsonst-drinks und funky beats gab. der film war auch wirklich ein hit, die besten klamotten, die geilsten sprueche, die coolsten pimps, ein bisschen dirty violence, ein paar psychedelische irritationen und ueberraschender weise auch ein paar stellen in denen die amerikanische misere zwischen "weisz" und "schwarz" erstaunlich gut auf den punkt gebracht wird.
auszerdem war ich diesmal nicht mit einem gar so groszen abstand der juengste, wie sonst wenn ich kulturell wertvolles kino im filmhouse suche.



wir bewegen uns rueckwaerts in der zeit und kommen wieder auf's forest zurueck: eigentlich wollte ich gestern (im vorabend) ja nur aus scheisz die moeglichkeit nutzen eine buchveroeffentlichung von ak press mitzuerleben (der europaeische vertrieb sitzt hier in edinburgh). in dem fall von mat callahan's buch "the trouble with music"; nachdem ich mich schon darauf vorbereitet hatte kacke zu finden was der erzaehlt, und das am anfang auch geklappt hat kam dann mit der zeit doch raus, dass das ganze nicht eine hassschrift eines um den erfolg betrogenen musikers gegen die "musikindustrie" ist, sondern callahan versucht sich auf seine weise theoretisch der kunstform "musik" zu naehern und dabei kriterien fuer gute und schlechte musik aufzustellen. vor allem in der anschlieszenden diskussion hat der junge mich davon ueberzeugt interessant zu sein, und so hab ich mir das buch auch mitgenommen. das mag aber auch daran liegen dass ich momentan ohnehin dazu tendiere meine bibliothek zu expandieren.

ansonsten: katha ist krank, jochem mag fuszball und ich werde mich morgen evtl. betaetigen indem ich menschen beim demonstrieren beobachte.
12.11.05 03:57


ansonsten ist glam rock interessant.

montag:
film: "liquid sky" im forest. diesmal hat die bildqualitaet gestimmt und der film war der absolute wahnsinn; koksende models, modelnde junkies , pheromon-suechtige aliens, berliner wissenschaftler, dazu make-up und farbfilter und nochmal alles durch den gender-bender. so ne art rocky horror picture show der achtziger vielleicht. oder wie die filmvorfuehrende gesagt hat: "i can't find any words for this."
auf jeden fall ein abgespacetes setting aber eine grandiose story. auch wenn die meisten leute wahrscheinlich dazu tendieren wuerden zusagen, dass das einfach kranker scheisz is, hat der film ne aussage und die ist gut also zieht euch den rein wenn ihr die gelegenheit habt.
heute:
castle und damit "militaristische und royalistische propaganda", wie ich vielleicht meckern wuerde wenn das nicht eh schon vorher klar gewesen waer. da kann auf jeden fall endlich mal ein haken dahinter gemacht werden, wie der max sagen wuerde. auf jeden fall ist das castle weniger blosze historie wie bei uns die burgen und deren mittelaltermaerkte sondern eher ein "nationales symbol", und zwar kein gutes.
auszerdem: schoene neue regenjacke von h&m (s.u.).
und: heute kommt die vivi fuer ne woche zu besuch.
aber freitag:
ich fahr bis montag mit diversen busreiseunternehmen auf die isle of skye zur tante und familie um dann da regen, regen, regen zu sehen, und berge und meer und ein schottisches tanzvergnuegen.
16.11.05 22:30


zu einer fuerchterlich ungewohnten zeit steh ich auf, schuett nen kaffee runter und wickel mich in dicke schichten ein um den hier ungewoehlichen unter-null-temperaturen trotzen zu koennen. meine erste individuell geplante busreise steht bevor von edinburgh gerade hoch nach inverness, hauptstadt der higlands, und von da aus strickt links immer an loch ness entlang auf die isle of skye, der derzeitigen residenz von tante und familie, die hier gaelisch lernen. es ist kalt aber die sonne scheint und mein blick auf die einoede der highlands wird durch goldenes licht zum imposanten landschaftsschauspiel. mit der zeit werden es immer weniger menschen und immer mehr schafe, schafe, schafe. und ein paar langhaarige kuehe. und alles sieht gleich aus und ich penn alle zwei minuten ein und halte den rest vom bus wahrscheinlich mit gelegentlichem schnarchen wach.
nach acht stunden bin ich dann endlich da, und die straszenschilder zeigen einem schon, dass hier die gaelische sprache noch am leben ist. es ist dunkel und der versprochene regen fehlt, und bleibt auch die naechsten drei tage aus. hier gibt es wahrscheinlich am wenigsten menschen und am meisten schafe.
meine tante holt mich ab und im radio laeuft ein gaelischer sender. als begrueszung in der huette, in der die hier wohnen, gibts wein und lecker suppe. danach werde ich mit geschleppt zu einem ceilidh, einer schottischen folk-musik- und tanzveranstaltung. ich weigere mich zu tanzen und zum wein gesellt sich immer mehr bier und irgendwann auch whiskey, bis ich gefaehrlich schwanke, wahrscheinlich im rhytmus. die veranstaltung ist erstaunlich international mit einem kanadier, einer belgierin, einer amerikanerin und noch einem berliner, die hier alle gaelisch lernen. schoen wars, und interessant zu sehen wie "laendliche kultur" auch aussehen kann. die getraenke, die selbst mitgebracht werden mussten, wurden auf nen tisch gestellt und geteilt, der in der tombola gewonnene whiskey in plastikbechern verteilt (verhaengnisvoll fuer mich) und das alter war sehr gemischt und die leute sehr freundlich und offen, so dass auch ich mal auf gaelisch angesprochen wurde und anstoszen musste. uebrigens scheint hier das handwerk des bierflaschen-mit-dem-feuerzeug-oeffnens nicht verbreitet zu sein, wodurch ich bewundernde blicke auf mich ziehen konnte. das liegt wohl am bier in dosen.
die naechsten zwei tage gabs dann einen schlimmen kater und meer und watt und huegel (und berge von weitem). einsiedlerkrebse, moewen, graureiher, kormorane, enten, krabben, einsiedlerkrebse , muscheln, seeannemonen, vielleicht einen adler, auf jeden fall bussarde, ein pferd, highlandrinder, eine katze, ein huhn auf dem baum und ein paar schottische kraehen die eigentlich genauso sind wie alle anderen kraehen nur ein anderes gefieder haben. und schafe natuerlich. erzaehlt wird mir von einem mink, einem "basking shark" (ich glaube riesen-hai), einem otter und vielen seehunden.
am montag hiesz es dann wieder goodbye und stundenlange busfahrt nach haus. zwischenstopp in inverness und ein paar stunden aufenthalt, was sich aber nicht wirklich gelohnt hat weil das zum angucken so spannend is wie giessen.

mittlerweile hab ich hier meine arbeit niedergelegt und mein abschied wurde mit einem "old jock", einem lokalen bier, gefeiert, nette worte wurden getauscht und dann haende geschuettelt. eigentlich wars ja schon sehr schoen da.
danach wurde ich allerding von allem abschiedsschmerz abgeklenkt, von einem film, der der beschreibung "most fucked-up film that was ever made" ziemlich gut gerecht wird: thundercrack! ein wirklich abgefahrener psycho-sexploitation-streifen, der eigentlich erst richtig verstoerend wird wenn der gorilla ins spiel kommt.

jetzt freu ich mich auf OI POLLOI! ja, ich krieg diese helden des anarchohippiesiffpunk bei einem heimspiel mit. ich hoffe es lohnt sich.

am diensttag irgendwas vor zwoelf bin ich dan uebrigens wieder zurueck, flughafen hahn/frankfurt.

25.11.05 18:52





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